Hochschullehre zwischen Kundenzufriedenheit, Herstellungs- und Produktqualität: Strategische Impulse für Qualitätsentwicklung durch Lehrpreise
Fragen zur Qualität der Hochschullehre stellen sich Hochschulen immer wieder, ihre Beantwortung wird zum Motor der Hochschulentwicklung. Die Sicherung der Qualität ist eingebunden in die Lehrkultur einer Hochschule, die sich über die Integration verschiedener Erwartungen und Bedarfe an Lehre bildet. Ein Lehrpreis ist daher ein intentionales strategisches Instrument; an Bewerbungen lassen sich Rückschlüsse auf die Lehrkultur als latenter konjunktiver Wissensraum ziehen. Der Beitrag erschließt in der Rekonstruktion nach Bohnsack (2014) an drei Lehrpreisanträgen solche konjunktiven Wissensräume zur guten Lehre an der TH Köln, leitend mit Bezug auf die Interaktion von Lehrenden und Studierenden in einem institutionellen Rahmen. Mit Qualitätskonzepten nach Garvin stehen Herstellungsqualität, Produktqualität und Kundenzufriedenheit als Analysekategorien zur Verfügung.