Das Schulpraxissemester im Spiegel der Erwartungen: Eine qualitative Studie
Das Schulpraxissemester (SPS) gilt als zentrales Format der Theorie-Praxis-Verzahnung im Lehramtsstudium, doch sind die Erwartungen, die verschiedene Akteursgruppen an dieses Format richten, empirisch kaum systematisch untersucht. Der vorliegende Beitrag analysiert auf Basis von Gruppendiskussionen mit Studierenden, Schullehrkräften und Hochschullehrenden der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (1) die statusgruppenspezifischen Erwartungen an das Schulpraxissemester, (2) deren wahrgenommene Erfüllung sowie (3) daraus ableitbare Optimierungspotenziale. Die Auswertung zeigt: Während Studierende und Schullehrkräfte vorrangig eine handlungspraktische Perspektive vertreten und der Durchführung von Unterrichtsversuchen hohe Relevanz beimessen, priorisieren Hochschullehrende die theoriegeleitete Reflexion und die Relationierung von Theorie und Praxis.